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Geld

Geld ist das allgemein anerkannte Zahlungsmittel, mit dem man alle auf dem Markt angebotenen Waren, Güter und Dienstleistungen erwerben kann. Ein Staat erklärt das nationale Geld zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Jeder ist verpflichtet, es zur Bezahlung von Leistungen anzunehmen. Als Recheneinheit oder Wertmaßstab ermöglicht Geld den Vergleich von Gütern über den Preis, der in Geldeinheiten ausgedrückt wird. Bargeld besteht aus Münzen und Banknoten.

 

Geldmarkt

Darunter versteht man die kurzfristigen Geldausleihungen zwischen den Geldinstituten sowie den An- und Verkauf von Geldmarktpapieren. Des weiteren, umfasst der Geldmarkt die Gesamtheit aller Handelstätigkeiten mit kurzfristigen Finanzinstrumenten. Eine wichtige Orientierungsgröße für die Zinssätze am Geldmarkt im Währungsgebiet des Euro ist der Satz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft der Europäischen Zentralbank (EZB).

 

Geldmarktfonds

Investmentfonds, die in Geldmarktpapiere und festverzinsliche Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit investieren, bezeichnet man als Geldmarktfonds. Diese Fondart zeichnen sich durch die schnelle Verfügbarkeit der Mittel und ein minimales Kursrisiko aus.

 

Geldmenge / Zentralbankgeldmenge

Mit der Geldmenge bezeichnet die Gesamtheit der Zahlungsmittel, die sich in den Händen inländischer Nichtbanken befinden. Also beim Staat, bei der Wirtschaft und in den Händen der privaten Haushalten. Bei der Zentralbankgeldmenge werden zum einen das Bargeld der Nichtbanken, zum anderen die Einlagen erfasst, welche die Kreditinstitute in Form von Mindestreserven, bei der Bundesbank halten müssen. Dabei werden nicht die aktuellen Mindestreservesätze zugrunde gelegt, sondern die Reservesätze nach dem Stand von Januar 1974

 

Geldmengenpolitik

Die Steuerung der Geldversorgung durch die Bundesbank ist Gegenstand der Geldpolitik. Wird die Volkswirtschaft mit zu viel Geld versorgt, so werden damit inflationäre Tendenzen gefördert, andererseits erfordert eine dynamisch wachsende Wirtschaft auch eine mitwachsende Geldmenge: Seit Mitte der siebziger Jahre hat die Kontrolle der Geldmenge eine entscheidende Bedeutung. Um allen an der Gesamtwirtschaft Beteiligten, Hinweise auf die geldpolitische Entwicklung zu geben, veröffentlicht die Bundesbank seit Ende 1974 für das Folgejahr Jahr eine Zielvorgabe für die Ausweitung der Zentralbankgeldmenge. Dabei werden insbesondere die realen Wachstumsmöglichkeiten und die Preisentwicklung berücksichtigt. Wenn sich die Geldmenge von der Zielvorgabe deutlich nach unten oder nach oben entwickelt, dann greift die Bundesbank mit ihrem geldpolitischen Instrumentarium ein. Dabei bedient sie sich in der Regel zinspolitischer Maßnahmen. Je nach Lage der Konjunktur wird der Kreditrahmen für die Geschäftsbanken ausgeweitet oder eingeengt.

 

Geldwert

Die Kaufkraft des Geldes ist der Geldwert. Der innere Geldwert misst sich an den Waren, Gütern und Dienstleistungen, die man für eine bestimmte Menge Geld bekommt. Die Kaufkraft wird regelmäßig über den Preisindex der Lebenshaltungskosten ermittelt. Dieser Warenkorb wird den sich ändernden Konsumgewohnheiten in mehrjährigem Abstand angepasst. Der äußere Geldwert wird an der Kaufkraft, einer Währung im internationalen Wirtschaftsverkehr gemessen.

 

Gemeinschaftskonto

Bei Eröffnung eines Kontokorrentkontos wird festgelegt, ob der Kunde alleine oder auch eine weitere Person über das Konto verfügen kann. Dabei unterscheidet man das Und Konto, wo nur beide gemeinsam über das Konto verfügen können oder das Oder Konto, wo entweder die eine oder die andere Person jeweils alleine über das Konto verfügen können.

 

Gemischte Fonds

Bei gemischten Fonds kann entsprechend den Anlagebedingungen, sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere, investiert werden. In der Regel gelten Höchstgrenzen für den Anteil an Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren. Die Entscheidung über die richtige Anlagenmischung wird, entsprechend der jeweiligen Situation, vom Fondmanager getroffen.

 

Genehmigtes Kapital

Genehmigtes Kapital ist die Form einer Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft. Die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft ermöglicht der Verwaltung des Unternehmens, Kapitalerhöhungen in vorgegebenem Maß durchzuführen. Die Kapitalerhöhung, das genehmigte Kapital, geschieht durch die Herausgabe neuer Aktien. Dabei darf die Höhe des genehmigten Kapitals nicht Höher sein, als die Hälfte des bestehenden Grundkapitals. Der Verwaltung gibt man dadurch die Möglichkeit, die haftenden Mittel, je nach Kapitalbedarf und Börsenlage, zu einem für die Gesellschaft günstigen Zeitpunkt aufstocken zu können

 

Genossenschaftsbanken

Genossenschaftsbanken sind private Universalbanken und haben die Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft. Sie haben den gesetzlichen Auftrag, ihre Mitglieder zu fördern. Das heißt in der Praxis möglichst hohe Gewinne und Ausschüttungen auf die Geschäftsanteile der Mitglieder zu erzielen. Die Mitglieder haben in der Vertreterversammlung, unabhängig von der Anzahl ihrer Anteile, nur eine Stimme. Die Satzung der Kreditgenossenschaften kann eine Nachschusspflicht vorsehen, d.h. die zusätzliche Haftung der Mitglieder mit einem begrenzten Betrag, im Falle eines Konkurses.
Zu den Genossenschaftsbanken gehören in Deutschland vor allem die Volks- und Raiffeisenbanken. die genossenschaftlichen Zentralbanken, sowie die Deutsche Genossenschaftsbank AG, die als Spitzeninstitut des Genossenschaftsverbundes fungiert.

 

Genussscheine

Neben Aktien werden von einigen Unternehmen auch Genusscheine herausgegeben. Die Inhaber von Genusscheinen haben keine Eigentümerrechte am Unternehmen, wie beispielsweise Aktionäre dies haben. Auf die Genussscheine findet grundsätzlich eine gewinnabhängige Ausschüttung statt, oft in Kombination mit einer festen Grundverzinsung,

 

Gewinn- und Verlustrechnung

Neben der Bilanz ist die Gewinn- und Verlustrechnung ein Teil des Jahresabschlusses eines Unternehmens. In der Bilanz wird der Gewinn oder Verlust zu einem Stichtag als Saldo von Aktiva und Passiva in einem einzigen Betrag ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt für eine bestimmte Periode, durch die Ausweisung von Aufwand und Ertrag neben der Höhe, auch die Struktur des Ergebnisses auf. Die Differenz zwischen den Aufwendungen und den Erträgen gibt entweder ein positives Ergebnis, den Gewinn oder ein negatives Ergebnis, den Verlust wieder. Unter Berücksichtigung etwaiger Gewinn- oder Verlustvorträgen und eventueller Rücklagen, ergibt sich der Bilanzgewinn oder Bilanzverlust.

 

Globalisierung

Globalisierung beschreibt die internationale Verflechtung und das Zusammenwachsen von Unternehmen, Märkten, Ländern und Kulturen. Offene Grenzen in der EU, der Wegfall der Blöcke, moderne und schnelle Informations- und Kommunikationsmittel, haben die Globalisierung in den letzten Jahren vorangetrieben. Moderne schnelle Transportmittel für Waren, Güter und Dienstleistungen ermöglichen heute in relativ kurzer Zeit einen weltweiten Handel. Das stärkt die Unternehmen, fördert den Wettbewerb und kommt auch den Menschen zu gute. Die Welt rückt ökonomisch und politisch enger zusammen. Dies ist nicht nur für die Wirtschaft eine große Herausforderung, sondern auch für die Politik, die über die nationale Zuständigkeit hinaus mit dem internationalen Staatenbund zusammen Rahmenbedingungen für einen gleichberechtigten Wettbewerb schaffen muss.

 

Going-Public

Damit bezeichnet man die Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Aktiengesellschaft und die Zulassung für den Aktienhandel an einer Börse;

 

Gold

Gold wird, auch wenn es nicht verzinst wird, als Kapitalanlage geschätzt. Im vorrangigen Interesse steht dabei die langfristige Werterhaltung. Die Goldanlage erfolgt in der Regel in Form von Barren, Münzen oder Zertifikaten. Des weiteren bieten Deutsche Banken auch in Luxemburg Goldkonten und Golddepots an.

 

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein öffentliches Register. Es wird beim Grundbuchamt des zuständigen Amtsgerichts geführt und enthält alle Grundstücke innerhalb der Zuständigkeit des Amtsgerichts. In diesem Verzeichnis sind Angaben über die Lage, die Größe sowie über die Nutzung des jeweiligen Grundstücks enthalten. Jeder, der ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, darf Einsicht in das Grundbuch nehmen. Die Einträge im Grundbuch sind gebührenpflichtig. Es wird in drei Abteilungen geführt. Die erste Abteilung dient der Eintragung des Eigentümers, die zweite Abteilung gibt Auskunft über die, auf dem Grundstück ruhenden Belastungen und Beschränkungen, in der dritten Abteilung werden Hypotheken, Grundschulden und Rentenschulden eingetragen.

 

Grundkapital

Das Grundkapital ist das nominelle Kapital einer Aktiengesellschaft. Es muss in Deutschland mindestens 50.000 Euro betragen. Bei der Gründung einer AG wird in der Satzung die Höhe des Grundkapitals festgelegt. Es wird dann in einzelne Anteile (Aktien) zerlegt. Der Nennwert einer Aktie gibt an, mit welchem Betrag der Aktionär am Grundkapital eines Unternehmens beteiligt ist. Das Grundkapital darf nicht mit dem Gesellschaftsvermögen verwechselt werden, das während der Existenz des Unternehmens ständigen Schwankungen unterliegt.

 

Grundschuld

Die Grundschuld gewährt dem Darlehens-Gläubiger dingliche Sicherheit an einem Grundstück. Meistens wird sie bei mittel- und langfristigen Ausleihungen, vor allem im Rahmen der Baufinanzierung bestellt. Sie räumt den Kreditgebern das Recht ein, Grundstücke versteigern zu lassen, wenn das Darlehen nicht vertragsgemäß zurückgezahlt wird. Auf ein Grundstück können im Grundbuch mehrere Grundschulden eingetragen werden. Die Eintragungen geben dann an, in welcher Reihenfolge die Gläubiger bei einer Zwangsversteigerung ihr Geld zurückerhalten können, Während die Pfandbriefinstitute in der Regel erstrangig gesicherte Darlehen gewähren, begnügen sich Geschäftsbanken, Sparkassen und Bausparkassen oft mit einer zweitrangigen Eintragung der Grundschuld.

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